Berlin – Köln – Berlin – Heidelberg – Halle

So sahen die letzten beiden Monate aus. Da so viel passiert ist, fasse ich ein wenig zusammen…

Zunächst war die Interaktion mit dem kritischen Orchester in Berlin eine unendliche wertvolle Erfahrung. Auf diesem Niveau zu musizieren gibt wirklich einen Ausblick auf das, was man erreichen kann und hat mich endlos motiviert meinen Weg weiterzugehen. Die durchweg anspornende Kritik und Konstruktivität der Musiker waren schlicht und einfach fantastisch.

Im Anschluss ging es zum Bundesjugendorchester. Die erste Durchspielprobe hatte bei dem Programm natürlich ihre Tücken aber es war enorm zu sehen was für eine Qualität die Musiker als Individuen mitbrachten. Danach ging es daran aus diesem Wilden haufen sehr guter Musiker ein Orchester zu formen, den Leuten zu zeigen worauf es eigentlich ankommt, wenn man eine Stimme zusammen mit 16 anderen in der Gruppe oder im Tutti mit 100 anderen spielt. Eine tolle Aufgabe, die wahnsinnig Spaß gemacht hat. Die Zusammenarbeit mit Mario Venzago ist schnell beschrieben: inspirierend, im positivsten Sinne radikal und herrlich verrückt. Ich denke, dass wir ein gutes Team waren und auch in Zukunft noch das ein oder andere Mal zusammenkommen werden.

Direkt im Anschluss an die Arbeitsphase des Bundesjugendorchesters, die mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie beendet wurde, ging es nach Heidelberg zu meinen Akademischen Philharmonikern. Die erste Probe für unser Schostakowitsch – Bruckner Programm stand auf dem Terminplan. Nach einigen Satzproben stand am letzten Wochenende eine Probenphase in Weikersheim an, in der wir dann zum zweiten Mal im Tutti zusammenkamen. Nachdem jetzt die Stücke soweit bekannt sind, geht es an die Detailarbeit, oder um es etwas poetischer zu sagen: an das Schleifen des Diamanten.

Von Weikersheim fuhr der Zug nach Halle zur Staatskapelle. Ein Preisträgerkonzert stand auf dem Programm, dessen Solisten  in einem Wettbewerb des Musikinstitutes der Universität Halle ermittelt wurden. Die Zusammenarbeit klappte sehr gut, die Solisten haben ihre Aufgabe wunderbar gemeistert, zumal es für einige die erste Möglichkeit in ihrem Leben war mit einem Sinfonieorchester zu spielen. Das Begleiten mit der Staatskapelle war ein großes Vergnügen, da die Musiker mit offenen Augen und Ohren auf der Bühne saßen. Ich möchte mich für die sehr kollegialen und angenehmen Proben bedanken, denn es war wirklich ein gemeinsames Musizieren.

Im Moment sitze ich schon wieder im Zug, diesmal auf dem Weg zurück nach Köln. Und was steht da auf dem Programm? Erst mal ausschlafen.

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 13:26 Uhr veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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