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Rhein-Neckar-Zeitung vom 20. Januar 2010Akademische Philharmonie Heidelberg und Sopranistin Hye-Sung Na Hohe Intensität bei Strauss„Was wir am liebsten machen? – Gänsehaut.“ So wirbt die Akademische Philharmonie Heidelberg auf einem ihrer Flyer, Auf dem Programm standenKompositionen, denen das Schillern gut steht. Zunächst: Leonard Bernsteins pompöse Ouvertüre zu seinem Musical „Candide“, indem der Neoklassizismus sich durch folkloristische oder marschähnliche Spielmannszüge hindurch stickt und raffinierte opernhafte Winkelzüge vorstellt. Faszinierend schon die Wiedergabedieses ersten Werkes, bei der das Orchester nicht einfach alles durcheinander wirbelte, was sich in der Jagd der Töne hätte verwirren lassen. Bei aller Freude am Funkeln der Akkorde verbreiteten die Vollends überwältigen musste die Zuhörer im weiteren Verlauf des Abends die Wiedergabe von fünf Liedern für Sopran Lyrisch-weich und zart gelang der „Morgen“, der mit einem unendlich stillen und dennoch hörbaren Einsatz der Streicher die sanft über ihnen schwebenden Harfenklänge in die Zukunft trug. Von einer nur vordergründig gefesselten Dramatik getrieben, riss Sopranistin Na in „Ruhe, meine Seele“ die ahnungsvoll tremolierenden Streicher mit. Dass in der Spätromantik nichts so ist, wie es scheint, davon sang auch Dimitri Schostakowitschs Fünfte Sinfonie. Melancholisch, verzweifelt und in sich gekehrt im ersten und dritten Satz, geiferten die Instrumente im Allegretto Der Beitrag wurde am Freitag, den 19. Februar 2010 um 01:59 Uhr veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt. | ||||